Nachdem nun der letzte und entscheidende Flug von Brisbane nach Auckland sehr glatt verlief (bis auf die Tatsache, dass man bei VirginAustralia die Inflight Entertaining App herunterladen muss, BEVOR man im Flieger sitzt und dies dort gesagt bekommt, da man sonst kein Entertainment hat), bin ich safe and sound angekommen. Die Landung war etwas holperig, was daran lag, dass zu dem Zeitpunkt bereits ein Sturmtief aufgezogen war, welches ich heute Nacht noch ein bisschen genauer kennenlernen sollte. Dazu später mehr.

Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, als ich im Flughafen Auckland durch die unterschiedlichen Taschen- und Zollkontrollen gelaufen bin. Ich habe versucht alle Eindrücke genau aufzusaugen und mir vor allem mein Gefühl genau zu merken. „Mama, wie war das damals, als du in Neuseeland angekommen bist?“ Diese Frage könnte ich mit „aufregend und ein bisschen einschüchternd zugleich.“ beantworten.

Jetzt ist alles neu, sieht anders aus, riecht anders, fühlt sich anders an. So vertraut und doch so fremd. Dank des kleinen Zwischenstopps in Brisbane war ich etwas ausgeruhter, als ich gewesen wäre, wenn ich direkt durchgeflogen wäre. Trotzdem rauschte der Kopf, die Müdigkeit wechselte sich mit der Aufregung ab. Als ich die Zollbarriere hinter mit hatte und tatsächlich Neuseeländischen Boden betrat, grinste ich bis über beide Ohren. Ich freute mich, meine Freunde zu sehen, die mich mit der gesamten Familie vom Flughafen abholten und erzählte stolz jedem, der es nicht wissen wollte, dass ich heute EINWANDERE!!

Wir fuhren allemann zu meinen Freunden nach Hause und machten es uns erstmal mit Essen und standesgemäß einem Glas kühlen Weißweins gemütlich. What a start! Gleichzeititg schauten wir dem Wind dabei zu, wie er immer stärker wurde und draußen die Bäume und Sonnenschirme schüttelte.

Am Abend gegen 20:00 Uhr war ich dann dank Jetlags so fertig, dass ich mich hinlegen musste. Ich habe das Sofa im Wohnzimmer okkupiert und mich dort gemütlich eingerollt. Ein paar Minuten später war ich dann auch schon weg. Als ich wieder aufwachte war es kurz vor Mitternacht und draußen knallte und rauschte es wie verrückt. Ich sah durch den Schlitz zwischen Nase und Schlafmaske, wie mehrere blaue Blitze durch die Nacht zuckten. Dazu gab es ein Geräusch wie Silvesterknaller. Zack! Wach. Gleichzeitig fingen alle elektronischen Geräte an wild zu blinken und zu piepen. Als wir uns alle mit Taschenlampen auf dem Flur trafen, stellten wir fest, dass das Licht in Teilen des Hauses nicht mehr ging. Das WLAN verabschiedete sich ebenfalls. Zur Sicherheit wurden ein paar Stecker gezogen.

Trotz allem gingen wir wieder ins Bett und schliefen weiter. Kann man ja sowieso nichts machen. Als ich jetzt das nächste Mal aufwachte, hat der kleine Geschirrspüler in der Küche nebenan mir ein lustiges Liedchen gezwitschert. Dazu sei gesagt, dass viele Geräte in Neuseeland aus Asien kommen und da ist es eben gaaanz ganz wichtig, dass alles blinkt und piept. ALLES. Und piepen ist ja genau mein Ding. Wer mich kennt, der weiß das. Piepen find ich super. Möglichst schrill und laut. Und unentwegt. Oah jaaaaaa, Mann! Okay, ich steht ja schon auf und mach ihn aus. Off. Achso!!! Geht nicht! Klar. Natürlich nicht. Nochmal. Off. Power off. Off off off off. OFF!!!! Will nicht. Nun gut, das Geräusch ist so weit weg, dass ich beschließe, es einfach zu ignorieren und zu versuchen weiterzuschlafen. Na dann gute Nacht. J

NACHTRAG: Herr Geschirrspüler hat durch seine Gesänge anscheinend größeres Interesse erweckt und so kommt mein heldenhafter Gastgeber zu meiner Rettung und dreht dem unermüdlichen Trubadur den Saft ab. Wie auch immer er das gemacht hat, er hat es super gemacht. Jetzt kann der nächste Tag ja kommen.

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